Räte hoffen auf Impulse für die Innenstadt


Presseartikel vom aus der Schwäbischen Zeitung

Die Pläne, wie der Ehinger Marktplatz sich in den kommenden Jahren verändern könnte, stellt die Donau-Iller Bank den Ehingern am Dienstagabend, 3. Mai, um 19Uhr in der Lindenhalle vor.

Wie berichtet, soll das alte Bankgebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, der sich perspektivisch bis weit in die Untere Hauptstraße erstrecken könnte. Für die Fraktionsvorsitzenden im Ehinger Gemeinderat ist das eine große Chance, den Marktplatz zu beleben und die Untere Stadt attraktiver zu machen.

Manuel Hagel (CDU) freut sich sehr, dass die Donau-Iller Bank in die Innenstadt investiere und sie damit stärke. „Auch ist es toll, dass die Bank als privater Investor die Bürger mit einbezieht. Das spricht für einen offenen Stil.“ Er hoffe sehr, dass die Geschäfte, die in das Gebäude einziehen, als Impulsgeber für die Innenstadt agieren. „Die Architektur ist Geschmackssache, aber sagen wir mal so: Jede Zeit hat ihre eigene Architektur.“

Alles, was den Marktplatz belebt, sei hervorragend, bestätigt auch Georg Mangold (SPD). Den Plan, dass die Bank Wohnungen und Geschäfte in dem Gebäude unterbringen will, könne seine Fraktion nur unterstützten. „Denn neben den Büroflächen im BED in der Talstraße brauchen wir auch welche in der Innenstadt“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der SPD. Dass künftig die Filiale eines größeren Geschäfts in das neue Haus einziehe, hält Mangold aber nur für möglich, wenn die Fläche größer werde als bisher geplant. „Eine Markthalle muss wachsen, auch wenn das schön wäre“, erteilt er der Idee, die schon seit langem immer wieder diskutiert wird, eine Absage. Gelungen findet er die Entwürfe in architektonischer Hinsicht. „Das mit den Arkaden ist schön gemacht, vielleicht könnten die Ehinger irgendwann mal bei Regen im Trockenen ganz drumherum laufen und dabei die Schaufenster anschauen“, wünscht sich Mangold für die Zukunft. Und wenn der Bau mittelfristig bis zum Pfeiferhaus ergänzt werde, sei das auch ein gutes Zeichen für die Untere Hauptstraße, die dann noch mehr zur Innenstadt hin geöffnet sei.

Auch Hubert Dangelmaier (Grüne) findet die Planungen in ihrer jetzigen Form ganz in Ordnung. Er will gemeinsam mit seiner Fraktion aber darauf hinwirken, dass das Augenmerk bei der Gestaltung mehr auf Wohnungen als auf Büros gelegt werde. „Wir brauchen mehr Wohnraum, Büroflächen gibt es in der Talstraße ausreichend“, sagt Dangelmaier. Gut findet er, dass die Bank weiterhin mit einer Filiale vor Ort bleibe und auch die Idee, ein Café zu integrieren, um den Marktplatz zu beleben, weist Dangelmaier nicht von der Hand, wendet aber ein, dass man sehen müsse, dass sich die Cafés in der Stadt nicht gegenseitig zu viel Konkurrenz machten. Schließlich werde auch in der Oberschaffnei zeitnah ein neues inklusives Café eröffnet und es gebe am Marktplatz bereits Lokalitäten.

Christian Walther (Junges Ehingen) spricht in Bezug auf den Neubau von einer „riesigen Chance“ und einem „Projekt für die Bürger“. Da sei es natürlich gut, wie transparent die Bank von Anfang an mit den Plänen umgegangen sei und nun auch die Bürger bei den Planungen mitnehme. „Bevor geplant wird, wird die Bevölkerung ins Boot geholt“, lobt Walther. Was er bisher von den Plänen gesehen habe, habe ihm sehr gut gefallen, sagt der Sprecher der Gruppierung. Dabei wolle er vor allem wissen, was im Erdgeschoss passiert. „Was ansonsten reinkommt, muss die Donau-Iller Bank selbst entscheiden.“

Peter Lutz (Freie Wähler) will sich am Montag nicht zu den Plänen äußern. „Ich werde auch nicht zu der Infoveranstaltung gehen“, teilt der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler mit.

Die Infoveranstaltung der Donau-Iller Bank findet am heutigen Dienstag um 19 Uhr in der Lindenhalle statt.


Autor: Nina Lockenvitz
Foto: © SZ meni
Quelle: https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ehingen_artikel,-r%C3%A4te-hoffen-auf-impulse-f%C3%BCr-die-innenstadt-_arid,10444462.html