Politik einmal hautnah und direkt


Presseartikel vom aus der Südwest Presse

Beim Jugendpolitiktag am Gymnasium haben die Jugendorganisationen der Parteien gestern Programme vorgestellt und Schülerfragen beantwortet.

Doppelt besetzt waren gestern die Tische auf der Bühne in der Aula des Johann-Vanotti-Gymnasiums. Jeweils zwei Vertreter der Jungen Union, der Jusos, von den Grünen und Christian Walter von "Junges Ehingen" stellten beim Jugendpolitiktag der Schülermitverwaltung (SMV) sich und ihre Programme vor. Schülersprecherin Patricia Allgaier begrüßte dazu 43 Schüler und zwei Lehrer. Claudia Wiese und Lukas Siegle von der CDU-Nachwuchsorganisation erläuterten unter anderem ihr Konzept "Party and Politics" und Themen wie die Reduzierung der Sperrzeit oder das Aufheben des Alkoholverbots nach 22 Uhr. Für die Jusos saßen Stephanie und Julius Bernickel sowie Martin Hilsenbeck auf dem Podium. Ihnen war die Ganztagesbetreuung, soziale Marktwirtschaft und der Kampf gegen Rechts wichtig. Für eine Gleichberechtigung der Geschlechter und eine transparente Demokratie trete die Grüne Jugend ein, berichteten Philip Merkle und Omar Jouini. Man wolle auch eine tolerantere Drogenpolitik, erläuterte Philip Merkle. Christian Walther stellte die 2009 gegründete Organisation "Junges Ehingen" vor und zeigte anhand kommunalpolitischer Projekte wie dem Skatepark oder dem Streetballplatz die Einflussnahme auf die Stadtentwicklung. Walther appellierte ausdrücklich an die Schüler, zur Wahl zu gehen und sich zu engagieren. "Kriegt den Arsch hoch", ermunterte er das Publikum. Bei den Fragen wollte Patricia Allgaier wissen, wie sich die Politik zur Flüchtlingsproblematik stellt. Man müsse die Ursachen bekämpfen, sagte Claudia Wiese. Populistische Forderungen nach Obergrenzen hielt Stephanie Bernickel für unbrauchbar. Jeder habe ein Recht auf Asyl, betonte Philip Merkle. Die Schülerin Elisabeth Miller wollte die Position zu den Gemeinschaftsschulen wissen. "Die Gemeinschaftsschulen sind nicht der Wille der CDU und der JU", sagte Claudia Wiese. Man trete für Differenziertheit ein. Im Falle des Wahlsiegs wolle die CDU die 270 Gemeinschaftsschulen jedoch nicht schließen, "aber auch keine weiteren schaffen", erläuterte die Gemeinderätin. Martin Hilsenbeck empfand die Gemeinschaftsschulen nicht als Gleichmacherei. Man brauche die Schulform, "weil alle Menschen verschieden sind". Christian Walther berichtete, dass er ein überwiegend positives Feedback von den Eltern der Kinder in der Längenfeld-Gemeinschaftsschule erhalte. Außerdem interessierte die Jugendlichen die Positionen der Parteien zur Atomenergie.


Autor: Christina Kirsch
Foto: © Christina Kirsch
Quelle: https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ehingen/politik-einmal-hautnah-und-direkt-22132937.html