Ohne Parteigeplänkel - Ehinger Stadträte besprechen auf den Fildern wichtige kommunalpolitische Themen


Presseartikel vom aus der Schwäbischen Zeitung

Auf der Tagesordnung standen Themen, die die Stadt Ehingen in diesem Jahr und auch darüber hinaus beschäftigen werden. Die Neueinteilung der Wahlbezirke wurde ebenso diskutiert, wie das Projekt Nachhaltige Stadt – Wirtschaftsstandort Ehingen oder die Umfrage zum Ehinger Leitbild in Verbindung mit der Bürgerbeteiligung, deren Ergebnis die Stadt in naher Zukunft präsentieren möchte.

Peter Groß , Fraktionsvorsitzender der CDU im Ehinger Gemeinderat, ist ein Mann der klaren Worte. Geht ihm etwas gegen den Strich, macht er dies in den Gemeinderatssitzungen immer sehr deutlich. Gefällt ihm etwas, ist sich Groß auch nicht zu schade, Lob auszusprechen. Ein dickes Lob hat der CDU-Mann nach der Klausurtagung des Ehinger Gemeinderats am Wochenende in Neuhausen auf den Fildern für die Ehinger Stadtverwaltung parat. „Das war phänomenal. Ich benutze dieses Wort, weil es keine Steigerung gibt“, betont Groß, der die beiden Tage in der Sparkassen-Akademie als „sehr fruchtbar“ bezeichnet.

„Wir haben verschiedene Themen diskutiert, wurden von Experten informiert und haben viele Informationen, die wir nun gedanklich weiterverarbeiten können“, sagt Groß und betont: „Es war schön zu sehen, dass das Wochenende ohne Parteigeplänkel abgelaufen ist. Die einzelnen Fraktionen waren zwar ab und zu unterschiedlicher Meinungen, gegenseitig gehetzt wurde aber nicht“, so Groß.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Radwegeplanung. „Ein Beschluss zu irgendeinem Thema wurde nicht gefasst. Aber manche Stadträte haben sich sicherlich ihre Meinung gebildet und werden diese dann sagen, wenn die Themen in den öffentlichen Gemeinderatssitzungen besprochen werden“, so Peter Groß.

Für Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann , der als Veranstalter die Tagung geleitet hat, stand vor allem der Informations- und Meinungsaustausch im Vordergrund: „Wir waren hier bei den Diskussionen nicht zeitlich beengt. Wir haben uns zu den verschiedenen Themen auch externen Rat geholt und in angenehmer Atmosphäre diskutiert.“ Für Baumann gab es an diesem Wochenende übrigens kein Top-Thema. „Alle Themen, also die Nachhaltige Stadt, das Radwegekonzept, das Stadtentwicklungskonzept und die neue Einteilung der Wahlbezirke waren wichtig“, betont das Ehinger Stadtoberhaupt. Aber auch abseits der Tagesordnung, beim gemütlichen Teil am Abend, hat das Wochenende laut Baumann seinen Zweck erfüllt. „Der gemütliche Teil bei einem Glas Bier oder beim Kegelturnier, bei dem die Teams bunt gemischt waren, war wichtig“, so der OB.

Das sieht auch Christian Walther von Junges Ehingen so: „Das Flair unter den Fraktionen habe ich als sehr angenehm empfunden. Für mich ist der Gemeinderat dadurch enger zusammengewachsen, auch, weil das Parteipolitische außen vor gelassen wurde. Ich fand es auch gut, dass wir Zeit hatten, die Ehinger Zukunftsthemen in aller Ruhe zu besprechen.“

Georg Mangold , SPD-Fraktionsvorsitzender, war bereits zum dritten Mal auf einer Ehinger Klausurtagung. „So eine Tagung macht immer dann Sinn, wenn die Themen da sind. Deswegen würde ich nie einen festen Rhythmus festlegen. Mich hat gefreut, das Parteipolitik an diesem Wochenende keine Rolle gespielt hat. Das hat den Gemeinderat zusammengeschweißt.“

Christian Rak , Fraktionschef der Grünen im Ehinger Gemeinderat, lobte vor allem die sachliche und konstruktive Arbeit bei den verschiedenen Themen. „Es war schön, wichtige Themen mal in einem ganz anderen Rahmen zu besprechen. Eine regelmäßige Klausurtagung fände ich gut“, so Rak.

Die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung findet übrigens am kommenden Donnerstag um 16 Uhr im großen Sitzungssaal des Ehinger Rathauses statt.


Autor: Tobias Götz
Foto: © privat
Quelle: https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ehingen_artikel,-ohne-parteigepl%C3%A4nkel-ehinger-stadtr%C3%A4te-besprechen-auf-den-fildern-wichtige-kommunalpolitische-theme-_arid,5399376.html