Gebäudehöhe und Lärm lösen Bedenken aus


Presseartikel vom aus der Südwest Presse

Entwurfsbeschluss für die Bebauung des Schelle-Areals mit drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen im Gemeinderat.

Die Bebauung des ehemaligen Schelle-Areals in Ehingen ist auf den Weg gebracht. Mehrheitlich hat der Ehinger Gemeinderat gestern dem Entwurfsbeschluss zugestimmt. Gegenstimmen gab es von Peter Bausenhart (CDU), Dr. Wolf Brzoska und Peter Lutz (beide Freie Wähler); Thomas Sontheimer (CDU), Dr. Christian Rak (Freie Wähler) und Julia Fischer (Junges Ehingen) enthielten sich. Wie berichtet plant das Ehinger Bauunternehmen auf dem 5260 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Adolffstraße, Bahn, Fachmarktzentrum und Schmiech eine Neubebauung (siehe Infokasten).

Bedenken wegen des Lärms bei Nachtanlieferung des benachbarten Rewe-Markts äußerten Dr. Christian Rak und Peter Lutz (beide Freie Wähler). Dies werde im weiteren Verfahren geklärt, sagte Stadtbaumeister Andreas Erwerle. Rak sorgte sich auch um ein zentrumsnahes Sortiment des Handels. Er könne dem Vorhaben nicht zustimmen, sagte Peter Bausenhart (CDU); das hohe Gebäude mit neun Stockwerken wirke sich negativ auf Stadtsilhouette und das historische Stadtbild aus.

Manfred Hucker (SPD) befürchtet ein immer höheres Verkehrsaufkommen sowie massive Parkprobleme an der Adolffstraße und regte im Namen seiner Fraktion ein Verkehrskonzept an. Hubert Dangelmaier (Grüne) regte an, wegen zusätzlicher Lärmentwicklung auf die Gewerbeeinheiten zu verzichten.

Es gab aber auch uneingeschränkt positive Stimmen. Ein „großes Lob für die moderne Architektur“ äußerte Michael Mouratidis (CDU). Hier entstehe eine „moderne, junge Wohnform“, frohlockte Fraktionskollegin Viola Moll, und Peter Groß (CDU) freute sich darüber, dass der Investor aus Ehingen ist und nannte den Entwurf gar preiswürdig. Eindeutig positionierte sich auch OB Alexander Baumann. „Lassen Sie uns die Chancen sehen“, sagte er. Die Stadt werde nicht jeden Konflikt beseitigen können, müsse sich aber andererseits stets weiterentwickeln.

Mit Visualisierungen aus verschiedenen Blickwinkeln hatte Architekt Michael Weberruss zuvor gezeigt, wie der geplante Neubau das Stadtbild verändern wird, und zum Vergleich bestehende Hochhäuser gezeigt, etwa an der Hopfenhausstraße, am Alten Postweg, am Wenzelstein und an der Allensteiner Straße.


Autor: Rainer Schäffold
Foto: © Brotbeck
Quelle: https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ehingen/bebauung-schelle-areal_-gebaeudehoehe-und-laerm-loesen-bedenken-aus-24650604.html