Die schönste Anlage im Alb-Donau-Kreis


Presseartikel vom aus der Schwäbischen Zeitung

Richtig dramatisch bei der Einweihung des neuen Skaterparks in der Berkacher Straße ist es am Samstag beim Wettbewerb der sechs besten Läufer aus der A-Klasse geworden. Besonders wenn der Liebling aller Mädchen, „Emu“ Emanuel Ewals aus Laupheim, auf dem Brett stand oder besser mit ihm flog, erzeugte das Gänsehaut pur und ein vielfaches „aahh“ ging durch die Zuschauerreihen.

Keine Überraschung, dass er zum Tagesssieger erklärt wurde vor Tim Owicek aus Ulm und Christoph Schlingen aus Ehingen. Autogramme forderten die Mädels schon vorher von Emu. „Super“ fand der die neue Anlage, „kreativ gestaltet, viel Schatten von der Brücke, dafür komme ich gern von Ulm hierher“.

Obwohl eigentlich Sicherheitskleidung verlangt wurde, verschorfte und vernarbte Knie und Ellbogen bei allen Läufern ein mehr an Ausrüstung dringend forderten, gilt das bei Skatern als uncool. Die amerikanischen Profis, ihre Idole, tragen das auch nicht, ist ihr Argument. Bei Verletzungen haftet die Stadt als Betreiber nicht, ist groß auf einem Schild zu lesen.

Die 30 Teilnehmer in drei Klassen fuhren Pyramide, Quarterpipe, London Gap und Rails wie die einzelnen Teile der Anlage in der Fachsprache heißen.

Jurymitglied Tim Pfeiffer findet die neue, 75 000 Euro teure, Anlage ein bisschen klein, „wenn da mal 40 Skater drauf sind, gibt es ein Durcheinander, aber sie ist die beste im Alb-Donau-Kreis“, sagte Pfeiffer der SZ. Christian Walther von „Junges Ehingen“, der den Skaterpark mit auf den Weg gebracht hat, ist rundum zufrieden mit der Eröffnung. „Das ist herrlich gelaufen, die Atmosphäre ist generationsübergreifend toll. Über eine Erweiterung kann man in zwei bis drei Jahren nachdenken. Wir werden mit dem Gemeinderat die Anlage begehen und über eine Beleuchtung sprechen. Die Klofrage ist noch ein Problem. Einen Trinkwasserbrunnen wünschen die Skater sich und eine professionelle Spraywand.“

„Es gibt ein gutes Miteinander, wenn Gebote der Rücksichtnahme eingehalten werden“, sagte Baumann bei der Eröffnung. Die Anwohner aus dem Berkacher Grund waren dabei. „Wir können leider nicht mehr mitfahren“, bedauerte eine unmittelbare Anwohnerin. „Ich finde es mutig, was die machen. Natürlich hört man das Klappern von den Brettern. Aber solange kein Flutlicht da ist, und der Betrieb nicht bis in die Nacht geht, empfinden wir das nicht als störend“, sagte die Nachbarin.

„Eine schöne Anlage und nicht störend für uns“, fand eine andere Anwohnerin aus dem Berkacher Grund.


Autor: Barbara Körner
Foto: © Barbara Körner
Quelle: https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ehingen_artikel,-die-sch%C3%B6nste-anlage-im-alb-donau-kreis-_arid,5317606.html