Der Ehinger Haushalt 2017 geht einstimmig durch


Presseartikel vom aus der Schwäbischen Zeitung

Jetzt ist es amtlich: Der Haushaltsplanentwurf der Stadt Ehingen mit einem Gesamtvolumen von 110,1 Millionen Euro ist am Donnerstagabend einstimmig vom Ehinger Gemeinderat verabschiedet worden. Zuvor hatte der Entwurf alle Ausschüsse der Stadt ohne Gegenstimmen passiert.

Traditionell wird in der Großen Kreisstadt Ehingen der Haushalt in der letzten Sitzung des Jahres verabschiedet. Tradition ist es dabei auch, dass die Fraktionen und Gruppierungen in ihren Haushaltsreden das städtische Zahlenwerk kommentieren sowie ihre Sicht der kommunalpolitischen Lage kund tun.

Dass die Stadt Ehingen, seit Jahren schuldenfrei und gesegnet mit jährlichen Gewerbesteuereinnahmen von rund 40 Millionen Euro, finanziell gut da steht – darüber waren sich alle Fraktionen in ihren Reden einig. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Manuel Hagel sieht es daher als Verpflichtung und Verantwortung zugleich an, „nicht nachzulassen und zu hoffen, dass es so bleibt, sondern genauso hart und konsequent, eher sogar nochmals etwas härter und konsequenter, daran weiterzuarbeiten, dass dies auch so bleibt“. Insgesamt sieht sich die CDU als verlässlicher Partner der Verwaltung. „Heute können wir die Früchte der Saat der Vergangenheit ernten“, betonte Hagel, der umstrittene Projekte wie den Sparkassen-Neubau, das Einkaufszentrum an der Adolffstraße oder den Kita-Neubau als heute „zukunftsweisend“ bezeichnet.

Georg Mangold (SPD) ging in seiner Rede auch auf die Untere Stadt ein. „Der Ankauf von Gebäuden und Grundstücken durch die Stadt könnte am unteren Stadtausgang zu neuen Lösungen führen“, so Mangold, der städtebaulich zudem gespannt auf die Entwicklung am Glockenplatz ist, wo, wie berichtet, die Gastronomenfamilie Bürkle die Glocke gekauft hat. „Am Glockenplatz eröffnen sich plötzlich ebenfalls neue Möglichkeiten. Wir freuen uns schon darauf, welche Ideen die neuen Besitzer am Stadteingang der Oberen Stadt bringen werden.“

Hubert Dangelmaier (Grüne) lobte das Engagement in Sachen Nachhaltigkeit: „Auch im vergangenen Jahr gab es hier einige Fortschritte, wie zum Beispiel: eine weitere PV-Anlage beim Schwimmbad, eine umfangreichere Nutzung der städtischen Hackschnitzel-Anlage, die weitere Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Anschaffung weiterer E-Mobile sowie die energetische Sanierung weiterer städtischer Gebäude.“

Peter Lutz (Freie) zweifelte das System der Fremdreinigung städtischer Liegenschaften an. „Die Stadt Ehingen wird ihrer sozialen Verantwortung besser gerecht, wenn sie zur Eigenreinigung zurückkehrt und die Menschen, die in ihren Gebäuden putzen, direkt und fair bezahlt.“

Stefan Engst (Junges Ehingen) lobte das Projekt „Mitmachen am Wenzelstein“: „Ausgelegt auf Kinder und Familien während der Ferienzeit lädt das karitative Projekt ein, zusammen zu tanzen, zu singen und zu basteln, um wenigstens kurz ausbrechen zu können aus den vielleicht etwas schwierigen häuslichen Verhältnissen. Die teils vorbildlosen und führungsfreien Mädels und Buben erleben hierdurch nicht nur Vergnügen, sondern lernen wichtige gesellschaftliche Spielregeln kennen, um im späteren Leben bestehen zu können.“


Autor: Tobias Götz
Foto: © Tobias Götz
Quelle: https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ehingen_artikel,-der-ehinger-haushalt-2017-geht-einstimmig-durch-_arid,10582309.html