Das wünschen sich die Ehinger Fraktionen für 2016


Presseartikel vom aus der Schwäbischen Zeitung

Mit der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 28. Januar, startet auch die Stadt Ehingen in das kommunalpolitische Jahr 2016. Die Schwäbische Zeitung hat sich bei den Fraktionen im Gemeinderat umgehört, welche Themen in diesem Jahr wichtig werden können.

Manuel Hagel (CDU): „Wir wollen in diesem Jahr den Nachhaltigkeitsgedanken der Stadt Ehingen verstärkt verfolgen und noch mehr in die Tat umsetzen“, sagt Manuel Hagel. Zudem wollen Hagel und seine Fraktion dafür sorgen, dass die Erweiterung der Halle am Johann-Vanotti-Gymnasium voranschreiten wird. Auch die Entwicklung des Areals der Donau-Iller Bank am Marktplatz ist für Hagel ein „Meilenstein“ für das aktuelle Jahr. „Wir wollen das Projekt als fairer Partner begleiten und eine sinnvolle Nutzung herbeiführen. Themen wie Wohnraum für junge Familien, ein gesunder Branchenmix – das wünschen wir uns hier. Wir brauchen aber nicht den 20. Textiler in Ehingen.“

Georg Mangold (SPD): Auch für Georg Mangold ist in diesem Jahr die Weichenstellung beim Großprojekt der Donau-Iller Bank am Ehinger Marktplatz besonders wichtig. „Ich hoffe, dass hier endlich was geschieht und eine Initiative ergriffen wird. Das Areal vom Marktplatz bis zur Sonnengasse ist eine enorme Chance für Ehingen“, sagt Mangold, der sich bei dem Bauprojekt eine Mischung aus Handel, Wohnen, Büro und Gastronomie vorstellt. „Ein Café im Außenbereich auf dem Marktplatz oder in einer Art Innenhof wäre hier gut“, sagt Mangold. Ebenfalls als eine Herausforderung für 2016 sieht Mangold die Tatsache, dass in Ehingen bezahlbarer Wohnraum fehlt. „Wir brauchen auch Wohnungen, die günstig sind“, so Mangold. Als wichtig erachtet der SPD-Chef im Gemeinderat indes, dass die TSG Ehingen damit beginnt, ihren geplanten Kunstrasenplatz an den Gollenäckern zu bauen. Und auch träumen möchte Mangold, wenn es um das Jahr 2016 geht. „Wenn die Riedlinger Hochschule ihre Zusage macht, in den Businesspark einzuziehen, wäre das genial. Aber auch ein Indoor-Spielplatz oder eine Kletterhalle im Businesspark würde Ehingen gut tun“, so Mangold, der davon ausgeht, dass auch das Jahr 2016 „ein gutes für Ehingen werden wird“.

Christian Walther (Junges Ehingen): Christian Walther will dieses Jahr das Areal rund um das Jugendzentrum erneut ins Gespräch bringen. „Wir hätten gerne, dass es in den Haushalt 2017 aufgenommen wird“, sagt Walther. Aktuell liege der Parkplatz häufig brach, die Fläche sei ungenutzt, erklärt der Stadtrat. Hier soll, wenn es nach ihm geht, eine Aufenthaltsfläche für die Jugendlichen entstehen, die auch mit einer Treppe in Richtung Groggensee verbunden wird. „Der Groggensee würde durch diese Pläne noch attraktiver und das Jugendzentrum wäre nicht mehr so abgeschottet“, zählt Christian Walther die Vorteile auf. Einen ersten Plan hat Junges Ehingen bereits vorliegen, ein befreundeter Architekt hat ihn ausgearbeitet: Graffitiwände grenzen das Gelände als eine Art offene Mauer von der Straße ab, zudem sind Sitzflächen zum Reden und Entspannen auf dem Plan eingezeichnet. „Auch eine kleine Bühne könnte gebaut werden, auf der dann das Muttertagskonzert oder – in Abstimmung mit den Nachbarn – auch andere Konzerte stattfinden könnten“, erklärt Walther, der auch betont, dass weiterhin Parkflächen für den Musikverein nutzbar wären. „Wir würden gerne mit allen Betroffenen in einen offenen Dialog treten.“

Hubert Dangelmaier (Grüne): Daseinsvorsorge, Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit – unter diese drei Schlagworte stellt Hubert Dangelmaier, neuer Fraktionsvorsitzender der Grünen im Gemeinderat, die Pläne für das laufende Jahr. „Die Stadt sollte alle Möglichkeiten nutzen, um Flächenverbrauch einzudämmen und die Umwelt dadurch zu schützen“, sagt Dangelmaier und nennt das Beispiel Liebherr, wo er lieber ein Parkhaus statt des geplanten Parkplatzes sehen würde. Zudem fordert Dangelmaier, dass weitere Bauflächen geschaffen werden, denn „es mangelt nicht an Gewerbe- sondern an Wohnflächen“. Doch auch hier setzt er auf Innen- statt Außenentwicklung: „Die Stadt sollte aktiv werden und versuchen, leere Hofstellen in den Teilorten zu kaufen.“ Hier könnte er sich sogar eine Abbruchprämie vorstellen. „So würden Erschließungskosten gespart und landwirtschaftliche Flächen geschont werden.“ Erneut will Dangelmaier auch den Windpark im Osterholz diskutieren und dafür sorgen, dass wie besprochen auch die Bäume nachgepflanzt werden, die im Fällkatalog der Stadt festgeschrieben wurden.

Peter Lutz (Freie Wähler): „Die Freien werden auch dieses Jahr versuchen, die Beschlüsse des Haushalts 2016 unter Beachtung der Gesetze möglichst sparsam durch die Verwaltung umsetzen zu lassen“, teilt Peter Lutz per E-Mail mit.


Autor: Tobias Götz & Nina Lockenvitz
Foto: © arc SZ
Quelle: https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ehingen_artikel,-das-w%C3%BCnschen-sich-die-ehinger-fraktionen-f%C3%BCr-2016-_arid,10378853.html