Schüler diskutieren mit politischen Jugendorganisationen


Presseartikel vom aus der Schwäbischen Zeitung

Wenige Wochen vor der Landtagswahl haben die Junge Union, die Jusos, die Grüne Jugend und Junges Ehingen sich in Ehingen im Johann-Vanotti-Gymnasium, kurz JVG, vorgestellt. Die Schüler interessierten sich dabei vor allem für das Themen Gemeinschaftsschulen, Drogenpolitik und Flüchtlinge.

Was denn die einzelnen Parteien und Gruppierungen für die Flüchtlinge in der Region getan hätten? Mit dieser Frage hat Schülersprecherin Patricia Allgaier am Freitag die Diskussion nach der Vorstellungsrunde eröffnet. Nacheinander positionierten sich die Podiumsteilnehmer zu diesem Thema, erklärten, worauf es bei der Flüchtlingsarbeit ankomme und was man tun müsse, um Probleme zu lösen. „Wir müssen die Fluchtursachen in den Herkunftsländern lösen“, forderte Claudia Wiese von der Jungen Union. Stephanie Bernickel von den Jusos ergänzte, dass man niemals vergessen dürfe, dass das alles Menschen seien und man gemeinsam Lösungen finden müsse, damit Integration gelingen könne. Für Pragmatismus warb dann auch Christian Walther von Junges Ehingen: „Nehmt die Dinge in die Hand.“ Seine Forderung auch für die Gestaltung von Jugendevents in der Stadt. „Man darf nicht nur motzen, sondern muss etwas in die Hand nehmen.“

Kontroverser wurde die Diskussion beim Thema Drogen. Während Omar Jouini und Philip Merkle von der Grünen Jugend für die vollkommene Legalisierung warben, sahen die anderen drei das deutlich differenzierter. Die Jusos beschränkten sich auf Cannabis und die Junge Union will an den bestehenden Gesetzen festhalten. Die Schüler bewegte das Thema merkbar, sie fragten kritisch nach, wie es denn im Falle einer Legalisierung im Straßenverkehr funktionieren solle und wie Drogen abgegeben werden sollten. Die kurze Antwort der Grünen Jugend: „Da müsste man mit einem Verkehrsexperten sprechen.“

Elisabeth Miller interessierte sich für die Bildungspolitik. Wie man denn zum Thema Gemeinschaftsschule stünde, wollte die Schülerin wissen. „Sie können nicht einfach ausgelöscht werden, auch wenn wir andere Lösungen bevorzugen würden“, machte Claudia Wiese klar. Weiterentwickeln sei die Lösung einer möglichen CDU-Regierung nach der Landtagswahl. Die Grüne Jugend warb dagegen für noch mehr Gemeinschaftsschulen: „Wir sind für individuelle Förderung und Chancengleichheit im Bildungssystem“, machten sie klar.


Autor: Nina Lockenvitz
Foto: © SZ meni
Quelle: https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ehingen_artikel,-sch%C3%BCler-diskutieren-mit-politischen-jugendorganisationen-_arid,10376091.html