Ehinger Streetballturnier: Den Trend früh erkannt


Presseartikel vom aus der Südwest Presse

Das Ehinger Streetballturnier findet heuer bereits zum vierten Mal statt. Dabei spüren die beiden Organisatoren, dass die Spielart derzeit einen Aufschwung erlebt.

Im Basketball gibt es in den vergangenen Jahren einen erkennbaren Trend: das Spiel Drei-gegen-Drei auf einen Korb. Eine Variante, die es in den vergangenen Monaten geschafft hatte, in das Programm der Olympischen Spiele für Tokio 2020 aufgenommen zu werden. Es gibt einige Parallelen zum traditionellen Basketball, aber auch Unterschiede. Gespielt wird in nur einer Hälfte des Feldes, beide Teams werfen auf den gleichen Korb und die Partien sind kürzer. Ein Treffer bringt einen Punkt, von hinter der Dreierlinie zwei. Wer zuerst 21 Punkte erreicht hat oder nach zehn Minuten führt, hat gewonnen.

Zwei, die den Trend früh erkannt hatten, waren die beiden Ehinger Basketballer Konstantin Konstantinidis und Felix Pfeifer. Vor drei Jahren reifte bei ihnen der Gedanke, ein 3x3-Basketball-Turnier in ihrer Heimatstadt auszurichten. Und der Erfolg gab ihnen recht. Obwohl sie nur wenige Wochen für die Vorbereitung hatten, meldeten sich deutlich mehr Teams an, als sie Startplätze hatten. Ein Grund dafür war, dass zu dieser Zeit solche Turniere nur in Großstädten stattfanden und diese auch noch Startgebühren kosteten. Die beiden Ehinger demonstrierten beeindruckend, dass sich solch ein Wettbewerb auch in einer Kleinstadt realisieren lässt und das ohne Gebühren. „Wir wollen damit kein Geld verdienen, es soll alles einfach nur Spaß machen“, so Pfeifer. Und es muss allen Beteiligten Spaß machen, denn bereits seit der ersten Auflage kommen Teams aus dem Schwarzwald und Nürnberg, um in der Donaustadt zu spielen. Ein Punkt, der auch die Organisatoren glücklich macht.

Und durch die guten Resonanzen entschieden sich die Macher auch heuer wieder, ein Basketballturnier auszurichten, zum bislang vierten Mal. „Langsam sind wir schon sehr gut eingespielt“, sagt Pfeifer, daher sei es nicht mehr so stressig wie in den vergangenen Jahren. „Mittlerweile wissen wir, wo wir hin müssen für die Genehmigungen und wo wir zum Beispiel einen Stromkasten bekommen.“ Punkte, die sie sich erst erarbeiten mussten. „Das hatte immer viel Zeit gekostet.“ Langweilig wird es ihnen aber dennoch nicht, stecken sie doch bereits tief in den Vorbereitungen für das Turnier am Samstag, 25. August, auf dem Volksplatz. Wie schon im vergangenen Jahr, wird es neben dem Amateurturnier und dem Drei-Punkte-Wettbewerb auch wieder ein Turnier der U16, inklusive Dreier-Contest, geben. „Zwar wurde der Wettbewerb der U16 nicht so gut angenommen, aber da hatten wir auch kaum Werbung für gemacht“, so Pfeifer, der hofft, dass es in diesem Jahr mehr Teams geben wird. „Wir waren auch an den Schulen in der Region und haben dort bereits Werbung für das Turnier gemacht.“

Auch wenn es mittlerweile immer mehr 3x3-Turniere gibt, wie etwa vor zwei Wochen in Ulm, an der Beliebtheit mangelt es den Ehingern nicht. Denn bereits einen Tag nach dem offiziellen Anmeldestart wollten schon mehrere Teams an die Donau kommen. Die Arbeit, die das Team verrichtet, blieb nicht unentdeckt. So kam zu den bestehenden Sponsoren wie der Bergbrauerei, Teamsport Werner oder Mintanine vergangenes Jahr auch ein neuer hinzu, der wieder mit an Bord ist. Mit dem Basketballunternehmen Kickz, das weltweit zu den größten Unternehmen in diesem Bereich zählt, können sie wieder einen namhaften Geldgeber vorweisen. Doch nicht nur deshalb wird das diesjährige Streetballturnier wachsen. „Wir wollen uns Jahr für Jahr weiterentwickeln.“ Dabei beziehen sich die Organisatoren nicht alleine auf den Basketball an sich. Wie bereits im vergangenen Jahr, soll der Tag zu einem Familienfest werden, bei dem es auch verschiedene Aktivitäten für kleinere Kinder geben wird.


Autor: Florian Ankner
Foto: © SWP - Florian Ankner
Quelle: https://www.swp.de/sport/basketball/den-trend-frueh-erkannt-23576699.html